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Outfit; they call me mellow yellow - ich möchte nicht mehr Plus size sein

Ok, Du als Stammleser wirst Dich jetzt vermutlich wundern. Chlencherei wird zum Diät-Blog?
Nein, meine Themen bleiben wie gehabt und nein, ich will auch nicht (aktiv) abnehmen.

Was genau verbirgt sich also hinter meiner Überschrift?

Als ich das Shooting für dieses Outfit hatte, war mir durchaus bewusst, dass ich zugenommen habe. Was mir nicht bewusst war, wie stark man es dann doch sieht. Natürlich ist es mir im Spiegel aufgefallen, aber die Bilder zeigen einen nochmals anders.

Ich würde lügen, wenn ich sagte, das es mich anfänglich nicht genervt hat. Natürlich finde ich es doof, dass manche meiner Kleidungsstücke kneifen.

Aber!! Ich bin und bleibe eine tolle Frau. Egal, was die Waage sagt.
Bin ich doch so viel mehr als eine Zahl! Mein Wunsch ist, dass wir nicht mehr in Schubladen gesteckt werden.


Ja, ich trage eine Kleidergröße 46/48, manchmal 50. Weitläufig ist das als Plus-Size bekannt. Aber warum muss man alles benennen, kategoriesieren, sortieren?


Ich kann das mit meiner Hautfarbe vergleichen, oftmals werde ich gefragt, wie ich mich fühle. 

Schwarz oder weiss

An erster Stelle fühle ich mich als Chris und manchmal schwarz und manchmal weiss - glaubt mir: In manchen Ecken in Harlem falle ich auf, nicht unbedingt wegen meiner Hautfarbe, sondern weil ich mich sehr "weiss" kleide. Manchmal bin eine sehr deutsche Europäerin und dann wieder Weltbürger. Aber immer bin ich Mensch!


So ist es - in meinen Augen - auch mit der Mode. In erster Linie sind wir doch alles modebegeisterte Menschen und sollten daher nicht in Schubladen denken. 
Mehr Gewichtung auf das Große-Ganze. Auf das, was die Person wirklich ausmacht, ihre Talente, Ideen, Träume, aber auch Macken. Das würde den Menschen vermutlich eine Menge Druck nehmen. 

Skirt • Asos Curve / Shoes • Asos wide fit / Shirt • Asos Curve / Bag • no Name / Bracelet • Vintage 









Kennt Ihr das? Manchmal gibt es Outfits, die man wirklich, wirklich gerne mag, aber die leider nicht die vorteilhaftesten sind.
So geht es mir mit diesem Rock. Ja, man sieht, dass ich im letzten halben Jahr 5 KG zugenommen habe und ja, an manchen Tagen ärgert es mich. Trotzdem stehe ich zu mir und meinem Körper. Es war bei mir schon immer ein auf und ab und ich denke, dass es so bleiben wird. Warum dem so ist? Ich habe Phasen, da bin ich regelrecht appetitlos. Das sind dann meine "schlankeren" Tage und es gibt Phasen, in welchen ich unglaublich gerne esse. In Letzterer befinden wir uns gerade.

Kommentare:

  1. Es wäre schön, wenn wir uns alle nicht mehr in Schubladen packen müssten und uns ganz auf den Menschen vor uns konzentrieren könnten. Das wünsche ich mir echt. Aber bis jetzt sind wir noch nicht an einem Punkt angelangt an dem das möglich ist und solang denke ich brauchen wir auch Schubladen. Es wäre schön, wenn ich in Unterhaltungen und im Internet nicht dauernd hervorheben müsste, dass ich dick bin, aber das schafft Sichtbarkeit und die ist wichtig, damit dicke Körper endlich ganz in den Medien ankommen. Ähnlich ist es mit meiner Sexualität, ich wünschte ich hätte mich nicht outen müssen, aber weil es eben bis dato nicht "normal" ist bisexuell zu sein, musste auch dieses Outing sein. Ich finde die Intention hinter deinem Post toll, aber ich befürchte es ist noch ein bisschen zu früh dafür.
    Dein Outfit mag ich aber sehr sehr gerne leiden!

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  2. Vermutlich hast du recht und die Welt ist noch nicht so weit. Aber, eines Tages, wenn wir dran bleiben, wird sie es sein.


    Danke für deinen offenen Beitrag! Solch ein Austausch bedeutet mir sehr viel! <3

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Nur nicht schüchtern ;-) ich freue mich über Kommentare!

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